Für IT und Datenschutz

Wachwerk auf einer Seite: Aufbau, Daten, Schutz.

Wachwerk läuft auf einem Server, den eure Wache selbst betreibt. Diese Seite fasst zusammen, was IT-Verantwortliche und Datenschutzbeauftragte vor einer Freigabe wissen wollen. Sie ist keine Rechtsberatung.

Aufbau

Alle Teile laufen als Docker-Container auf einem Rechner: einem Mini-PC oder Raspberry Pi in der Wache oder einem Server bei euch. Es gibt keine Cloud dahinter, keinen Anbieter-Zugang und kein Nach-Hause-Telefonieren.

  • Caddy liefert HTTPS mit eigenem Zertifikat; Datenbank und Zwischenspeicher haben keinen Port nach außen.
  • Alle Skripte und Schriften kommen vom eigenen Server, ohne CDN; eine strenge Content-Security-Policy verbietet Inline-Skripte.
  • Externe Dienste wie Wetter, Verkehrslage, Müllkalender, Signal oder Push sind aus, bis die Wache sie einschaltet.
Aufbau: Browser, App, Terminal und Monitor sprechen über HTTPS mit einem Server; darauf laufen Caddy, Wachwerk, PostgreSQL und Redis. Externe Dienste sind optional. Browser · App · Terminal · Monitor persönliche Konten, Terminal mit Wachen-Code Caddy HTTPS und Zertifikat Wachwerk (Django) Rollen je Wache, Audit-Log PostgreSQL Daten Redis Zwischenspeicher Backup – auf Wunsch mit GPG verschlüsselt Ein Server – in der Wache oder bei euch Optional, nur wenn eingeschaltet Wetter, Verkehr, Müllkalender, Signal, Push
Gestrichelt: der Server der Wache und Dienste, die nur auf Wunsch angefragt werden.

Welche Daten gespeichert werden – und welche nicht

Gespeichert

  • Konten: Name, Benutzername, Rolle je Wache, optional ein kleines Profilbild.
  • Wachalltag: Übergaben, Mängel, Aufgaben, Checklisten und Termine mit Zeitstempel und Autor.
  • Fachmodule: Fahrzeuge, Medizingeräte mit Prüffristen, Material mit Beständen und Verfall.
  • Kaffeekasse: Beiträge und Zahlungen der Teilnehmenden.
  • Audit-Log: wer wann was geändert hat – mit Feldnamen und Statuswerten, ohne Freitexte.
  • Freiwillig und widerrufbar: Geburtstag (Tag und Monat), Signal-Nummer.

Bewusst nicht

  • Keine Patienten-, Einsatz-, Alarmierungs- oder Diagnosedaten – das Übergabeformular weist ausdrücklich darauf hin.
  • Keine Dienstpläne und keine Leistungs- oder Lesestatistiken über Personen.
  • Keine Analyse-Dienste, keine Werbe-Cookies, keine Telemetrie – nur technisch notwendige Cookies.
  • Keine beliebigen Datei-Uploads: Anhänge nur in erlaubten Formaten und Größen; Fotos zu Mängeln werden ohne Metadaten (z. B. GPS) neu gespeichert.

Schutz und Zugriff

AnmeldungPersönliche Konten statt Sammel-Login. Passwörter mit Argon2id, Zwei-Faktor-Anmeldung (TOTP) und Passkeys; Anmeldeversuche werden gedrosselt.
RollenMaster-Admin, Schichtleitung, Kassenwart, Mitglied und Auditor – jeweils pro Wache. Jede Abfrage ist an die eigene Wache gebunden; Auditoren sehen keine Freitexte.
VerschlüsselungTransport per HTTPS. Zwei-Faktor-Geheimnisse liegen mit AES-256-GCM verschlüsselt in der Datenbank. Chat, Privatnachrichten und Post werden im Browser Ende-zu-Ende verschlüsselt (AES-256-GCM, ECDH P-256): Datenbank und Backups enthalten nur Chiffretext. Der ausgelieferte Webclient und der Server bleiben dabei Teil des Vertrauensmodells.
NachvollziehbarkeitAudit-Log, Kaffeekasse, Checklisten-Abschlüsse und Übergabe-Versionen sind nur anfügbar: Korrekturen entstehen als neue Einträge, nichts wird still überschrieben.
Touch-TerminalDas gemeinsame Terminal öffnet mit dem Wachen-Code nur den Alltagsmodus – keine Medizingeräte, keine Fahrzeugübernahme, keine Verwaltung. Es funktioniert nur an registrierten Geräten.

Betrieb, Löschung und Verträge

  • Ihr betreibt Wachwerk selbst: Es gibt keinen Anbieter, der eure Daten sieht, und keinen Vertrag mit uns. Nutzt ihr einen Hoster oder ein Rechenzentrum, schließt ihr mit diesem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO).
  • Beim Ausscheiden wird das Konto gesperrt; freiwillige Angaben lassen sich jederzeit zurücknehmen. Aufbewahrungsfristen für Audit, externe Meldungen und Rückmeldungen sind einstellbar.
  • Der Quellcode steht unter der AGPL-3.0 – jede Wache kann ihn prüfen lassen.

Ohne Internet

  • Steht der Server in der Wache, laufen Anmeldung, Zwei-Faktor-Anmeldung und der Wachalltag im WLAN der Wache weiter, auch wenn die Leitung nach draußen ausfällt.
  • Am Handy bleiben zuletzt geöffnete Seiten ohne Netz lesbar. Neue Einträge brauchen eine Verbindung zum Server – eine Warteschlange für Offline-Eingaben gibt es nicht.
  • Optionale Dienste wie Wetter oder Signal pausieren, solange das Internet fehlt.

Schlüssel entsperren

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